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09 September 2008

"Der menschliche Makel"

Ich habe eine Heizung im Schuh. Ich kann mein linkes Bein mehr schlecht als recht bewegen, habe 5 mal Ibuprofen neben mir auf der Couch liegen und mein Fuß glüht. Aber das hab ich mir selbst zuzuschreiben. Spontanität ist also nicht mein Ding. Ich mag es lieber geplant. Durchdacht. Überlegt. Und dennoch lass ich mich immer wieder zu ungesteuerten Verhaltensweisen hinreißen. „Die Hose kauf ich mir- da pass ich einem halben Jahr rein!“ - und dann liegt sie doch nur, noch immer verpackt und mit Preisschild, im Schrank rum. Oder: „Hey lass uns doch mal ne kleine Wanderung dranhängen- es wird heut nicht kalt“ – und dann wird mein Übermut eine Woche lang im Bett mit Kamillentee besiegelt. Und das aktuellste Beispiel: „Hey- ich lass heut mal ne Hautkrebsvorsorge machen, bin ja eh einmal da.“ Also sitz ich bei der Frau Doktorin, ihrem kritischen Blick ausgeliefert. Point of no return. „Hhhm, also das sieht tatsächlich nicht gut aus. Da gehen sie doch lieber mal in die Chirurgie, die ist nur zwei Etagen drüber. Ach warten sie, ich ruf gleich mal schnell für sie an.“ Aha- hier gibt es also auch eine Chirurgie. Wusste ich gar nicht. Vielleicht ist die für meinen alten Frauenarzt reingekommen, der den bekannten Stuhl immer mit Sicht aus dem Fenster raus, Richtung gegenüberstehendem Bürokomplex stehen hatte. Vielleicht war da das Licht besser. Oder er hat sich so ein gutes Nebeneinkommen gesichert. Wer weiß… Dem lächelnden Gesicht meiner Ärztin zufolge hat die Chirurgie jedenfalls Zeit für mich. Ist das nicht großartig? So eine private Krankenversicherungskarte hat also auch seine Nachteile. Mir wird bang. Warum hab ich solch großartige Ideen jetzt, in meiner einzigen freien Woche? Die Chirurgie ist wie gesagt neu. Dennoch gibt es hier keine Behandlungszimmer, sondern lediglich Behandlungskabinen. Also nehme ich Platz auf einem Feldbett umgeben von einem blauen Umhang. Einzig und allein die Latexhandschuhe links neben mir, der Schuhanzieher und der Kalender an der Wand leisten mir Gesellschaft. Obwohl- das Gespräch aus der Nachbarkabine bekomm ich auch mit, also fühl ich mich nicht ganz einsam. Wozu noch verstärkend hinzukommt, dass ich den Duft der fünf Patienten vor mir in der Nase habe. Trotzdem bin ich verängstigt. Ich wurde noch nie wirklich operiert, zwar mal mit elf Jahren- aber wer erinnert sich noch dran? Der heutige Kalenderspruch: „Kunst ist es, einmal mehr aufzustehen, als man hinfällt.“ ist meiner Meinung nach unpassend für die Chirurgie und nimmt den letzten Rest Mut, sodass mich die überaus herzliche Ärztin mit dem Rücken zur Wand auffindet. Oh ja, das sähe gar nicht gut aus und muss raus. Ginge aber ganz fix und da es nur lokal betäubt wird, kann ich dabei sogar zusehen. Na danke! Und da mein Glück heut perfekt ist, hat sie sogar für den kommenden Tag noch einen OP-Saal frei. Also ist der Termin gleich gemacht und ich steh wieder angezogen auf der Straße eh ich das registriert habe. Ich hab mir ja schon vieles aufschwatzen lassen- Zeitungsabos oder derartigen Kram, der zu Hause direkt widerrufen wird- aber eine OP, das ist doch neu.

Trotz panischer Angst vor angekündigten Nebenwirkungen wie Blutungen, Thrombose, Blutvergiftungen und dergleichen sowie Organhandel kann ich die Nacht schlafen um frühs wieder anzutanzen. Im Warteraum sitzt mir ein Jugendlicher gegenüber, mit großem Pflaster am Knie. Die Schwester kommt rein und wird von ebendiesem gefragt, ob sie ihm nicht ein Taxi rufen könne, natürlich auf Kosten der Krankenkasse, da er ja nicht laufen könne. Mutti hat ja gestern noch angerufen und gesagt, dass die Schwester das machen muss, der der Junge ja nicht mehr Autofahren kann, nach so einem schwerwiegenden Eingriff. Hab ich da was übersehen- du hast doch nur ein Pflaster am Knie. Da kanns doch so wild nicht sein…Es dauert nich lang und ich bin dran. Es riecht nach alten Pilzen- ist das normal? Im Nebenraum läuft eine OP unter Vollnarkose und ich mach mir ins Hemd. Was für eine Niederlage… Ob es schmerzt, wenn sie die Nadel in meinen Fuß rammen? Nein…ich kann die Zähne zusammen beißen. Ja ja…ich hab da eine Tätowierung und nein, die war nicht schlimmer. Da kam ja wenigstens was Hübsches bei raus. Und auch wenn sie mir jetzt ganz stolz zeigen, was die da feines rausgeschnitten haben- hübsch ist das nicht! Fünf Minuten im Aufwachraum und ich humple erst mit meinem noch tauben Fuß zum einkaufen und dann nur noch nach Hause. Und da sitz ich jetzt mit meinem pochenden, gefühlt kochendem Fuß. Ich sollte wirklich nicht mehr spontan sein.


Titel: Der menschliche Makel

Autor: Philip Roth

Verlag: rororo

Preis: € 9,95

08 September 2008

Feuerball

05 September 2008

"Der letzte Tag eines Verurteilten"

Man bereitet sich vor. 547 Tage. 13140 Stunden. 788400 Sekunden. Um am Ende hier zu sitzen, im größten Hörsaal, mit dem uns die Universität aufwarten kann. Zusammen mit der Schicksalsgemeinschaft für sechs Tage. Wie ein Huhn im Käfig zur Vorbereitung auf die Freilandhaltung. Die Uhr, die zeitweise funktioniert, tickt unerbitterlich gegen uns und die immer wieder auftretenden Sehnenscheidenentzündungen. Denn wer nicht punktgleich mit dem Umschlagen des Minutenzeigers auf die Zwölf und des Stundenzeigers auf die Zwei fertig wird, dem blüht hier ein Donnerwetter der Aufsicht, die sich grollend auf alles zu bewegt, was sich dann noch bewegt. Das bunte Papier, braun, rot, gelb, grün, braun, grau, täuscht die Leichtigkeit des Verfahrens vor. Und auch die tägliche Sitzplatzsuche, 48, 43, 19, macht nach zwei Tagen keinen Spaß mehr. Was ich ebenso von Prüfungsnummer-, Personalausweis- und Gesetzestextkontrollen sagen kann, wie auch vom Anstehen an der Toilette. Die Chinesen würden sich jetzt vielleicht freuen- ich nicht. Ich bin genervt vom Vordermann, der sein nervös zuckendes Bein nicht unter Kontrolle bekommt und somit meinen 30cm x 30cm Schreibplatz zum erzittern bringt. Der Korrektor wird sich freuen. Ich bin genervt vom Handyklingeln, das trotz strenger Belehrung niemanden zu interessieren scheint. Ich bin genervt, weil ich schwimmen muss. Am meisten aber davon, dass ich jetzt sechs Monate genervt sein muss, um dann erst zu erfahren, ob sich der Spaß gelohnt hat.

6-5-4-3-2-1- Aus!


Titel: Der letzte Tag eines Verurteilten

Autor: Victor Hugo

Verlag: anaconda

Preis: 2,95 €

26 August 2008

Bildrauschen

21 August 2008

"In einer kleinen Stadt"

Der Drogeriemarkt hat meine Fotos versaut. 4 Filme völlig hin. Das heißt- nicht völlig. Von 132 Bildern wurden immerhin 17 Bilder entwickelt- ohne Kratzer, ohne künstlerischer Bild-in-Bild- Technik und ohne Überbelichtung. Dabei war ich so stolz endlich einen Achromaten zu besitzen, den ich voller Inbrunst im Botanischen Garten zwei Tage lang ausprobiert habe. Ob ich nun damit umgehen kann, weiß ich also nicht. Immerhin bleiben mir 17 Bilder. Für mich aber dennoch ein Grund doch auch mal einen anderen Fotoservice auszuprobieren. Da professionelle Entwicklungsabreiten von echten Fotografen für mich noch unbezahlbar sind, bleibt die Auswahl in unserer Kleinstadt recht gering. Müller oder Rossman? Ene mene muh..und raus ist Rossman. Also Müller. Kommt ja laut den Erfahrungsberichten im Internet gut weg bei den digitalen Entwicklungen. Mal schauen, obs bei den Kleinbildern auch so ist. Der Spruch „Montag gebracht- Mittwoch gemacht“ der mir schon von den dm- Filialen bekannt ist, sollte mir zwar zu denken geben- aber keine Vorurteile. Also wird zwei Tage gewartet, um dann voller Vorfreude mit den vier Coupons im Laden anzutänzeln und sich seine Bilder, erneut von den Blumen und Fröschen des Botanischen Gartens, abzuholen. Aber- wer hätte es gedacht- sie sind nicht da. Im Ablageregal liegen geschätzte sechs Filmtaschen und keine von denen ist eine meiner vier. Aber gut- noch ist Hopfen und Malz nicht verloren- die Kassiererin wird um Rat gefragt.

- Hamse denn schon mal nachgeguckt?

- Ja

- Un sie sind nicht da?

- Nein

- Un sie sind sich sischer?

- Ja

- Da müssmer ne Kollegin holen.

Sie kommt und der Sachverhalt wird geschildert

- Hamse denn schon mal nachgeguckt?

- Ja

- Un sie sind nicht da?

- Nein

- Un sie sind sich sischer?

- Ja

- Da müssmer ne Kollegin holen.

Wir stehen irgendwann zu fünft vor der Fotoecke, mittlerweile variieren die Fragen, was sie nicht sinnvoller macht, weil sie auf Sachen abzielen, die ich bereits fünfmal geschildert habe.

- Wann hamse sie denn abgegeben

- Vor zwei Tagen

- Mmh, was warns denn für Fotos?

- Kleinbild, 9 mal 13, Erstabzug

- Kein Poster?

- Nein!

- Nicht Digital?

- Nein!!

- Keine Nachbestellung?

- NEIN!!!

- Dann sinnse wohl nicht da.

Super, zehn Minuten meines Lebens verschenkt. Hab ich ja nicht gleich gesagt. Mit dieser Aussage wird man fast schon aus der Tür gedrückt und man traut sich kaum auf den versprochenen Verspätungsrabatt hinzuweisen, der in einem solchen Fall gewährt wird. Dennoch, Recht ist Recht also wird doch noch kleinlaut nachgefragt.

- Entschuldigung, hier steht was von Rabatt, wie isn das?

- Da müssmer ne Kollegin holen. Das weiß ich nich wie das funktioniert.

Aus Zeitgründen könnte man den Dialog von oben kopieren und hier wieder einfügen, weil er einfach wiederholt wurde, mit dem Resultat, dass man uns den Rabatt heute leider noch nicht gewähren könne. Denn:

- Wir müssen mal schauen, was es für Fotos sind, wenn sie da sind, weil Dias dauern länger.

- Wir hatten aber KLEINBILD, ERSTENWICKLUNG

- Das können wir aber nicht überprüfen, weil die Bilder noch nicht da sind

- Achwas!

Sieh mal einer an, ein Paradoxon.

Ein erneutes zur Tür Gedränge signalisiert uns, dass wir hier nicht mehr erwünscht sind und nur der letzte, todesmutig geäußerte Wunsch, doch bitte zu verzeichnen, dass die Bilder zum versprochenen Zeitpunkt nicht abholbar waren, bewahrt mir die Chance den Rabatt doch noch zu bekommen und wird nur mit offenkundigen Murren erfüllt.

Ein Hoch auf die Kundenfreundlichkeit.

Wo ich dieses Wochenende sein werden sein werde?

Wahrscheinlich im Botanischen Garten, nächste Woche erhält Rossman seine Chance. Vielleicht schaffen die das scheinbar Unmögliche: Fotos ohne Schäden und termingerecht zu entwickeln.


Titel: In einer kleinen Stadt

Autor: Stephen King

Verlag: Heyne

Preis: € 8, 45

Über den Wolken...

10 August 2008

"Eine sonderbare Geschichte"

Im Zug. Vor mir ein Mitfünfziger. Füllig. Freundlich. Lächelt mich an. Schon eine halbe Ewigkeit. Will wohl ein Gespräch erzwingen. Nicht mit mir, mein Freund. Ich starre stur in mein Buch und bekomme von all dem nichts mit. Wenn man nur fest daran glaubt, dass man hier allein ist, ist man das auch. Jawohl! … … „Ole oleoleoleole…der Frank wird heiraten, ole“…Ich seh sie nicht, aber ich weiß, sie sind da. Junggesellen. Mitten am Tag. Im Zug. In meinem Abteil! Es reicht nicht, dass ihr mir jeden Samstag über den Weg lauft und um einen letzten Kuss, eine kleine Spende oder sonst einen Kram bittet und euch auch nicht durch mein Angebaffe dazu bringen lasst mich endlich in Ruhe zu lassen- nein, jetzt also auch im Zug. Mit den ewig gleichen unheimlich kreativen XL-mit-super-lustigen-Sprüchen-drauf-Massenshirt wie „Ab morgen komm ich an die Leine“ oder „Ich hab lebenslänglich“ (macht der Job solche Shirts zu drucken glücklich?) kommt ihr mir immer und immer wieder total happy entgegen und feiert. Und das bei einer steigenden Scheidungsrate. Großartig. An dieser Stelle: an alle mir ans Herz gewachsene: sollt ich auf die Idee kommen zu heiraten- und das mein ich jetzt ganz im Ernst- kommt nicht auf so eine Scheißidee! Wirklich ich mach da nicht mit. Ich schick euch mit euren Klopfern, Brautschleiern und sonstigen Happykram allein los. Könnt ihr ohne mich machen.

„Sehr geehrte Fahrgäste, in kürze erreichen wir Weimarr„ (nich aufregen, das doppelter R dient der Veranschaulichung der überdeutlichen Aussprache die bei dieser Art Sprechgesängen gern verwendet wird) donnert es von oben. Widerstand zwecklos will mir die Ansagerin wohl verdeutlichen. Gut, ich pack das Buch weg. Nützt eh nüscht. Ich bin ja eh die Einzige, die hier ihre Ruhe will. Merk ich sofort, da nebenan zwei gut betuchte aber anscheinend gelangweilte Rentnerinnen sitzen, die die völlig unverhoffte Ansage jetzt nutzen um endlich ein Gespräch anzufangen. Denn ich weiß jetzt, dass es total praktisch für ihr schlechtes Gehör, mit dem wohl beide gestraft sind, ist, dass die Frau hinter dem Mikro endlich mal laut und deutlich spricht, denn sonst weiß man nie, wo man aussteigen muss…klar. Der Zug hält ja auch jede Woche woanders. Das gesamte Abteil hört gespannt zu. Ich frag mich warum. Der Halt in Weimarr führt dazu, dass ein Pärchen, beide um die 25, zusteigt, vollbepackt mit Koffern, Tüten und Rucksack. Na, ob das nicht mehr sind, als die erlaubten 20 Kilo im Flugzeug? Denn zum Flughafen solls ja offensichtlich gehen. Kaum den Sitzplatz vor mir eingenommen und wieder Luft geholt, wird das Monte ausgepackt und in sich reingeschaufelt. Is ja ne "gesunde" Zwischenmahlzeit und gibt’s jetzt glücklicherweise auch im großen 100g-Pack. Wir fahren los. Noch 15 Minuten und dann is alles vorbei, tröst ich mich. Doch jetzt kommt noch der panische Rucksacktourist reingerannt.

„Sorry, aber das is doch der Zug nach Göttingen?“

„Ja“, raunt es ihm entgegen.

„Ach…gut, ich dacht schon…weil ja ein Abteil abgetrennt wird und woanders hinfährt.“

Es ist unheimlich, wie schnell doch die Farbe aus einem Gesicht weichen kann. Aber das Pärchen mir gegenüber beweist es- es dauert keine Sekunde.

„Wie? Woanders hin? Wer hat das gesagt?“

„Na das Zugpersonal.“

„Wann?“ Der Monte wird zunehmend nervöser gelöffelt.

„Na eben, in der Ansage!“

„Was?“ …ja, da hat se wohl doch nich so laut und deutlich gesprochen, wie ich es vernommen hab…

„Scheiße!“

Das ist eindeutig besser als mein Buch, denn jetzt geht’s los: „Na prima! Na das hätte uns aber auch irgendwer sagen können, aber nein. Nu sitzen wir hier. Toll. Große klasse. Immer die Deutsche Bahn…“ Klar, die kann was dafür! Aber gut, nu isse in Fahrt. Der zweite Monte wird aus dem Rucksack geangelt. Ich sollte mal an Zott schreiben- das Werbekonzept gehört umgeändert. Von wegen gesunde Milchmahlzeit für Kinder- der scheint mir doch eher was für gestresste Urlauber zu sein.

Mittlerweile werden die sorgsam einsortierten Gepäckteile wieder aus den verschiedensten Ablagemöglichkeiten zusammengesammelt. Schade, dabei war Mann doch froh, Frau beweisen zu können, dass sich jahrelanges Tetris- zocken und vor dem Pc-rumhängen doch gelohnt hat. Nu isses kaputt- das schöne Kunstwerk. Nutzt nüscht- sie müssen raus, in ein anderes Abteil. Und ich lasse mich zu einer Handlung verleiten, die ich sonst tunlich vermeide- ich stehe fünf Minuten vor Ankunft, punktgleich mit der Ansage „Wir erreichen in kürze Errfurrt“, auf, um mich wie alle anderen die Anderen, die Angst haben der Zug würde weiterfahren ohne sie vorher auszuspucken, vor der Tür zu drängeln. Mittendrin statt nur dabei, sag ich mir. Und auch der Koffer des Pärchens im Rücken wird mit Gelassenheit hingenommen, denn deren grundlosen Schweißausbrüche verbunden mit der kundgegebenen Panik, die Schaffnerin könnte sie nicht mehr in das andere Abteil lassen, hat heut irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich. Und die Vorstellung, dass sich die 1,50m große Schaffnerin wie Steven Seagal vor die Zugtür stellt um eben diesen vor zwei Eindringlingen wie meinem Pärchen zu schützen, zaubert mir ein unverhofftes Lächeln ins Gesicht. Der eigene Stress fällt ab, wenn man anderen bei ihrem beobachten kann. Tolle Erkenntnis. Werd ich mir merken!

Na ja- ein Tag auf Besuch bei der Familie- dann geht es zurück in die Prüfungsvorbereitung nach Jena.

„Ach gucke mal einer an. Wir sind doch auf der Hinfahrt schon zusammen gefahren. Wissense noch?“ fispert es mir von schräg oben entgegen. Im Zug. Vor mir derselbe Mitfünfziger. Immer noch lächelnd. Immer noch freundlich. Das verspricht eine Zugfahrt zu werden.


Titel: Eine sonderbare Geschichte

Autor: Wladyslaw St. Reymont

Verlag: Das Neue Berlin

Preis: auf dem Dachboden gefunden

21 Juli 2008

Wo die Liebe hinfällt...!